Kreatives Schreiben – Geschichten entstehen lassen

An der Station „Kreatives Schreiben“ stand vor allem eines im Mittelpunkt: ohne Druck kreativ werden und spielerisch Ideen entwickeln. Verschiedene Impulse halfen den Schüler:innen dabei, ins Schreiben zu kommen und eigene Storylines zu entwerfen.

Ein Einstieg erfolgte über Bilder als Schreibanlass. Die Bilder dienten als Inspiration, um erste Ideen zu sammeln und daraus eine Geschichte zu entwickeln. Zusätzlich halfen Charakterkarten, die als Ausgangspunkt für Figuren und Handlung genutzt wurden. Eine Schülerin beschrieb den Prozess so: „Am Anfang war es nicht leicht, aber durch die Bildimpulse bekam man eine Idee, die ausgearbeitet werden konnte.“

In einer weiteren Aufgabe erhielten die Schüler:innen einen vorgegebenen Anfangssatz und hatten fünf Minuten Zeit, daraus eine Geschichte zu schreiben. Ein Schüler kommentierte dazu:

„Das Schreiben war einfach, aber der Inhalt hat wenig Sinn gemacht.“
Diese Rückmeldung zeigt, wie herausfordernd es sein kann, in kurzer Zeit Struktur und Logik in eine Geschichte zu bringen – und zugleich, wie niedrig die Hemmschwelle zum Schreiben war.

Eine andere kreative Übung bestand darin, aus gezogenen Nomen, Verben und Adjektiven eine Geschichte zu entwickeln oder sich an vorgegebenen Gegenständen zu orientieren. So entstanden überraschende und oft sehr fantasievolle Texte.

An einer weiteren Station wurde gezielt an der Entwicklung einer Storyline bzw. eines Plots gearbeitet. Mithilfe eines vorgegebenen Aufbaus erhielten die Schüler:innen eine klare Orientierung, die sie mit ihren zuvor entwickelten Charakteren aus den Charakterkarten ergänzen konnten.

Insgesamt bot die Station vielfältige Zugänge zum Schreiben: durch Bilder, Wörter, Figuren und feste Strukturen. Ziel war es, Kreativität zu fördern, Hemmungen abzubauen und zu zeigen, dass Geschichten auf ganz unterschiedliche Weise entstehen können.

Wenn Klassenzimmer zu Podcaststudios werden: BookTok zum Hören statt nur scrollen

Was passiert, wenn Schüler*innen nicht nur über Bücher sprechen, sondern ihre Gedanken direkt ins Mikrofon bringen? Wenn Diskussionen über Literatur, Social Media und Trends nicht im Unterricht verhallen, sondern als Podcast festgehalten werden? Genau das hat die Projektgruppe „Podcast gewagt und damit das Klassenzimmer kurzerhand in einen kreatives Tonstudio verwandelt.

Im Zentrum stand die Idee, Literaturvermittlung neu zu denken. Inspiriert von der Community rund um BookTok und Bookstagram sollte nicht nur über Lesetrends gesprochen werden, sondern die Teilnehmer*innen sollten selbst zu Produzent*innen werden.

Station 1: Vom Brainstorming zur eigenen Podcastfolge

Der erste Teil des Projekts begann mit einer offenen Ideenphase. Die Schüler*innen erhielten vorab Fragen und Themen, die als Diskussionsgrundlage dienten. Gleichzeitig war aber auch Raum für eigene Themen. Diese Offenheit führte zu überraschenden Perspektiven und sehr persönlichen Beiträgen.

Alle Ideen wurden zunächst in Stichpunkten auf einem Whiteboard festgehalten. So entstand eine visuelle Struktur, die den Gruppen als roter Faden für ihre Aufnahme diente.

Mikro an, die Diskussion läuft!

Anschließend wurden kurze Podcastfolgen aufgenommen. Die Gespräche entwickelten schnell eine eigene Dynamik, denn Argumente wurden abgewogen, Meinungen hinterfragt und neue Gedanken gemeinsam weiterentwickelt. Besonders spannend war, dass sich auch Lehrkräfte aktiv beteiligten. Dadurch entstanden Diskussionen auf Augenhöhe, die unterschiedliche Generationen miteinander ins Gespräch brachten.

Neben den inhaltlichen Auseinandersetzungen spielte auch der technische Aspekt eine große Rolle. Die Schüler*innen leiteten eigenständig die Aufnahme und kümmerten sich um Mikrofone und Technik. So wurde nicht nur diskutiert, sondern auch Medienkompetenz praktisch erprobt.

Nach Abschluss des Workshops werden zusätzlich die Dozentinnen befragt, um weitere Perspektiven einzufangen. Die Projektgruppe übernimmt anschließend den Schnitt aller Beiträge und erstellt daraus einen großen Gesamtpodcast, der den Schulen zur Verfügung gestellt wird.

Station 2: Die rasenden Reporter*innen

Parallel zur Podcastproduktion waren zwei Mitglieder der Projektgruppe in den verschiedenen Workshopgruppen unterwegs. Ihre Mission war es Eindrücke zu sammeln und die Stimmung einzufangen.

Sie befragten:

  • Schüler*innen, wie sie die Workshops erleben und was sie besonders spannend fanden
  • Lehrkräfte, wie sie das Format einschätzen und welchen Mehrwert sie darin sehen
  • Studierende, welche Intentionen hinter ihren jeweiligen Workshopkonzepten standen

Das Projekt zeigt eindrucksvoll: Wenn junge Menschen selbst gestalten, diskutieren und produzieren dürfen, entstehen nicht nur spannende Inhalte, sondern echte Begeisterung. Und vielleicht hört man ja bald in einer Schule einen Podcast, der genau hier seinen Anfang genommen hat.

Red Flag/Green Flag

Gar nicht so einfach – oder? Bei dieser Station habt ihr fleißig an Buchstellen gearbeitet und die Darstellung der weiblichen und männlichen Figuren hier besonders unter die Lupe genommen.. Werden Männer häufig stark und unverletzbar dargestellt? Brauchen Frauen immer einen Beschützer? Und wie war das nochmal in dem Film „Tribute von Panem“?

Let’s discuss!

Ihr habt tolle Diskussionen geführt mit vielen, tollen Impulsen bezüglich der Darstellung von den männlichen und weiblichen Kategorien in Film und Literatur.. und seid euch dabei nicht immer einig gewesen. Vieles liegt bekanntlich im Auge des Betrachters.. und das ist auch gut so, denn nur so können wunderbare und lehrreiche Diskussionen über Themen entstehen, die Euch und uns alle bewegen!

#redflag #greenflag #representation #fiction #literatur #boys #girls #stereotypen #miteinanderstattgegeneinander

Das kommt auf euch zu..

Dein Herz schlägt bereits für Bücher oder du fragst dich, was es mit diesem BookTok-Hype auf sich hat? In jedem Fall bist du in unserem Workshop richtig.

Workshopablauf

Gemeinsam mit euch wollen wir an verschiedenen Stationen kreativ werden und in die Welt der Literatur eintauchen. Euch erwarten fünf spannende Stationen, die wir euch nun kurz vorstellen.

An der Station Worldbuilding ist eure Fantasie gefragt: Anhand kurzer Impulse von unserem Team könnt ihr kreative literarische Welten erstellen, indem ihr digitale Tools wie Canva oder eine KI verwendet. Beim Kreativen Schreiben dürft ihr euch als Autor*in ausprobieren und in der Gruppe über das Schreiben austauschen. Bei der Station Diskussion & Literaturkultur geht es um eure Meinung zu Literaturtrends auf BookTok und Bookstagram. Wir freuen uns schon auf den gemeinsamen Austausch und eure Erfahrungen. Mit unseren Podcast-Experten habt ihr die Möglichkeit, eine eigene Podcast-Section aufzunehmen und dabei verschiedene Rollen einzunehmen.

Wie werden Bücher gestaltet, wie hat sich das im Laufe der Jahre verändert? Das erzählt euch das Team Buchgestaltung. Zum Schluss ist nochmal eure Kreativität gefragt: An der Station könnt ihr selbst Buchcover sowie Lesezeichen gestalten.

Beispiel eines selbstgebastelten Lesezeichens von der Station Buchgestaltung

Ziel des Tages

Unser Ziel ist es, dass ihr einen Tag der aktiven, kommunikativen und kreativen Erkundung von Literatur im digitalen Zeitalter erlebt. Wir wollen euch einen Einblick ermöglichen, wie Literatur heute im Internet präsent ist, diskutiert und vermarktet wird (z. B. auf BookTok oder Bookstagram). Dabei sollt ihr vor allem selbst in unterschiedlichen Formaten experimentieren, gestalten und kritisch hinterfragen.

Wir freuen uns auf euch und eure Kreativität!